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Die deutsche Botschaft unterstützt ein Projekt zur Prävention von Gewalt gegen Frauen im Süden Chiles

31.03.2017 - Pressemitteilung
Botschafter Schulze mit der Direktorin des Foro Ciudadano, Vicky Quevedo.
Botschafter Schulze mit der Direktorin des Foro Ciudadano, Vicky Quevedo.© Botschaft Santiago

Der deutsche Botschafter in Chile, Rolf Schulze und die Direktorin der NRO Foro Ciudadano, Vicky Quevedo, unterzeichneten am Freitag dem 31.März einen Zuwendungsvertrag, mit dem ein Projekt zur Prävention von Gewalt gegen Frauen in sechs Provinzen im Süden Chiles finanziell unterstützt wird.

Die Bundesrepublik Deutschland fördert mit dieser Finanzierung ein Menschenrechtsprojekt in Chile mit 33.000 Euro, das von der Nichtregierungsorganisation Foro Ciudadano durchgeführt wird. Das Projekt besteht aus einem Radiozyklus in verschiedenen Städten im Süden Chiles zur Sensibilisierung der Zivilgesellschaft hinsichtlich der verbreiteten Gewalt gegen Frauen. Hierbei sollen sowohl die Ausdrucksformen von Gewalt gegen Mädchen und Frauen als auch die Gewaltprävention im Vordergrund der Arbeit stehen. Auch soll aufgezeigt werden, welche Maßnahmen bereits seitens des Staates existieren und welche Angebote von zivilgesellschaftlichen Organisationen übernommen werden.

Unterzeichnung des Abkommens
Unterzeichnung des Abkommens© Botschaft Santiago

Die Radiosendungen sollen live aus Bildungseinrichtungen, Parks und anderen öffentlichen Räumen ausgestrahlt werden um Bürgernähe und aktive Teilnahme gewährleistet ist. Parallel dazu wird es eine groß angelegte Kampagne geben, die sich an verschiedenste Schulen in den Städten und im ländlichen Raum richtet. Hierbei soll es dem Lehrpersonal ermöglicht werden auf ein Radioarchiv zurückzugreifen, welches in einem vorangegangenem Projekt von Foro Ciudadano zum Thema „Präventionsmaßnahmen und Ausdrucksformen von Gewalt“ erarbeitet worden war und nun im Museum für Erinnerung und Menschenrechte zur Verfügung steht.

Im Anschluss an den Radiozyklus sollen die erworbenen Erkenntnisse im Rahmen einer Veranstaltung in Santiago de Chile Journalisten, Vertretern von NROs, Lehrern sowie staatlichen Vertretern vorgestellt werden und so die Möglichkeit zu Diskussionen eröffnen.

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