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Kulturweit sendet  16 neue Freiwillige an deutsche Schulen in Chile

Die neuen Freiwilligen mit Fachberaterin werden von Herrn Ewertz empfangen

Die neuen Freiwilligen mit Fachberaterin werden von Herrn Ewertz empfangen, © ZfA

13.03.2018 - Pressemitteilung

Es ist wieder soweit, Kulturweit entsendet im Rahmen der Ausreise März 16 neue Freiwillige an PASCH-Schulen in Chile. Ihr Auftrag ist der eines Multiplikators, eines kleinen “Kulturbotschafters”, so Udo Ewertz, Leiter der Kulturabteilung der Deutschen Botschaft in Santiago de Chile.

Die Freiwilligen zwischen 18 und 24 Jahren werden an Schulen von Punta Arenas bis La Serena ihr Herkunftsland und ihre Muttersprache authentisch vermitteln.

Nachdem alle Kulturweit- Freiwilligen bereits in einem zehntägiges Vorbereitungsseminar am Berliner Werbellinsee für ihre Aufgabe als Kulturvermittler und kommende interkulturelle Differenzen sensibilisiert worden waren, sollten sie nun in ihren ersten Tagen in Chile auch noch speziell in ihr Einsatzland und ihre bevorstehenden Aufgaben an den PASCH-Schulen eingeführt werden.

Zum zweiten Mal lud die Fachberaterin der ZfA, Anna Hendrischk-Seewald, alle Freiwilligen, die künftig ihren sechs bzw. zwölfmonatigen Einsatz an einer von der ZfA oder dem Goethe-Institut betreuten Deutschen Schule haben werden, zu diesem zweitägigen Einführungsseminar ein.

Bevor die 16 Neuankömmlinge jedoch direkt wieder in einen Seminarraum kamen, sollten sie nach ihrer Ankunft am Montag, den 13. März, erst einmal eine Idee bekommen, wo sie hier, 12.000 Kilometer von zu Hause entfernt, gelandet waren. Deshalb wurde ihnen von  drei “alten Freiwilligen” Tina, Tabea und Florine am Nachmittag in einer kleinen Stadttour das Zentrum von Santiago gezeigt. Zuvor waren sie noch im Goethe-Institut von Humberto Mur, Mitarbeiter des PASCH-Büros im Gothe-Institut, begrüßt worden.

Das Programm startete am nächsten Morgen mit grundlegenden und wichtigen Informationen zum chilenischen Schulsystem, zur Organisation PASCH und den verschiedenen Schulen des Netzwerkes. Zwei Vertreterinnen Deutscher Schulen in Chile, Eva Buchwald (DS Santiago) und Malin Sauter (Santa Ursula Vitacura) erläuterten  anschaulich den chilenischen Schulalltag und erzählten, warum sich ihre Schule für die Arbeit mit Kulturweit entschieden habe.

Die Freiwilligen im Gespräch mit Schülern des Instituto Nacional und der DS Santiago
Die Freiwilligen im Gespräch mit Schülern des Instituto Nacional und der DS Santiago© ZfA

Im Anschluss empfing Udo Ewertz, Leiter des Kulturreferats, die neuen Freiwilligen in der Deutschen Botschaft. Er erklärte die Arbeit in der Botschaft und war offen für alle Art von Fragen, sodass für alle Teilnehmer ein etwas verändertes Bild der “Politik zum Anfassen” entstand.

Um sich anschließend auch gleich in das Gefühl des Schullebens einzufinden, wurden alle Teilnehmer zum Mittagessen in die Grundschule der nahe gelegenen Deutschen Schule Santiago eingeladen.

Da speziell im Stadtteil Vitacura die geschichtlich bedingte enge Verbindung zwischen Deutschland und Chile nicht zu übersehen ist, hatten die 16 neuen Freiwilligen am Nachmittag die Gelegenheit, die deutsch-chilenische Geschichte eigenständig zu erleben, indem sie in Gruppen nah gelegene Orte wie das deutsche Altersheim, den deutschen Sportclub Manquehue und die Clinica Alemana erkundeten und anschließend dazu recherchierten. Aus den anschließenden Präsentationen ergaben sich viele interessante Gespräche zur deutsch-chilenischen Geschichte, die bis heute besonders die Arbeit an den Deutschen Schulen prägt.

Ein Höhepunkt des Seminars war am kommenden Morgen die erste Begegnung der 16 Freiwilligen mit Schülern verschiedener PASCH-Schulen. Gemeinsam mit Björte Pürschel, Mitarbeiterin des Goethe-Instituts, hatte Anna Hendrischk-Seewald sechs Schüler des Instituto Nacional und der Deutschen Schule Santiago eingeladen, um die Schüler bezüglich ihrer Beziehung zu Deutsch und zum Deutsch lernen etc. zu befragen. Schnell löste sich die anfängliche Anspannung der Gäste auf, die Gespräche setzten sich von selbst fort und schnell sprach man eher über aktuelle deutsche und chilenische Musik und Ausgeh-Möglichkeiten in Santiago anstatt über Schwierigkeiten im Deutschunterricht. Dadurch erkannten die neuen Freiwilligen gleich den Vorteil ihrer neuen Rolle an den Einsatzstellen, denn sie waren keine Lehrer und sollten auch keine sein. Stattdessen sind sie eher Mittler zwischen Schülern und Lehrern und können so die deutsche Sprache und Kultur weitaus authentischer vermitteln.

Anschließend machten sich die neuen Freiwilligen mit der Plattform PASCH.net  vertraut und stellten die Fülle an Angeboten und Projekten vor, was für viel neue Inspiration sorgte.

Die verbleibende Zeit des zweiten Seminartages nutzen alle Freiwilligen noch für erste Projektideen an ihrer Einsatzschule.

Somit kann man gespannt sein, was die neuen 16 Freiwilligen in Chile alles auf die Beine stellen werden.

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